Helfer

Werde Helfer in (Hochwasser) Not

Warum werden Helfer¹ gebraucht?

Starkregenereignisse und daraus folgende Hochwasser nehmen auch im Bereich kleiner Flüsse und Bäche verstärkt zu. Für die akute Gefahrenabwehr sorgen grundsätzlich die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren. Diese stoßen jedoch in Zahl und möglicher Einsatzdauer an ihre Grenzen. Hilfe beim Nachbarn ist vielfach schon selbstverständlich.  Schon bei den Großereignissen der Jahre 2002 und 2013 gab es viele spontane Helfer. Warum sollten sich also nicht auch andere Personen melden, um bei Bedarf als ungebundener Helfer eingesetzt zu werden?

Was ist ein „ungebundener Helfer“?

Unter ungebundenen Helfern werden Personen verstanden, die keiner Katastrophenschutzeinheit angehören, sondern sich freiwillig bereit erklären, z. B. in Hochwassersituationen und bei Starkregenereignissen bei der Gefahrenabwehr und -bewältigung in ihrer Kommune mitzuwirken.

Welche Aufgaben können Helfer zur Entlastung der Einsatzkräfte übernehmen?

z. B.:

Während Hochwasserereignissen:

  • Sandsäcke füllen und stapeln
  • Nachrichten überbringen
  • Betreuungsaufgaben für bedürftigte
       Personen
  • Bedürfnisse der Betroffenen
       entgegennehmen und weitermelden
  • Lebensmittelversorgung / -ausgabe
  • Fahrdienstleistungen
  • Aufräum- und einfache Reparaturarbeiten

Unabhängig von Hochwasserereignissen:

  • Wetterbeobachter
      - Wetterverläufe beobachten
         und Auswirkungen beschreiben
      - Niederschlagswerte individuell messen
      - Niederschlagsmessstationen betreuen
  • Organisator der Helfer-Datenbank
  • Erfasser von Wetterdaten und Schäden,
       z.B. Dokumentation im Hochwasser/
       Schaden-Erfassungstool der Kommune

Wer kann Helfer werden?

Angesprochen sind Bürgerinnen und Bürger, Vereinsmitglieder, Auszubildende, Schüler/innen, aber auch Unternehmen aus der Kommune Glashütte bzw. auch angrenzende Ortschaften. Grundsätzlich kann jeder, unabhängig vom Alter und seiner Ausbildung, als ungebundener Helfer tätig werden, da es ein breites Aufgabenspektrum gibt. Die Bereitschaft zu helfen und die körperlichen und geistigen Fähigkeiten für die jeweilige Aufgabe sollten gegeben sein.  

Wie werden die Helfer organisiert?

Die Helfer werden zu einem Helferpool der Kommune zusammengefasst.  Die Helfer erklären ihre grundsätzliche Bereitschaft, bei Bedarf mit anzufassen. Sie gehen im Gegensatz zur Mitgliedschaft bei der Ortswehr keine Verbindlichkeit ein. Aber im Bedarfsfall erlaubt der Helferpool eine bessere Planung der Gefahrenbewältigung, denn es ist bekannt, wer mit welchen Fähigkeiten und Ressourcen zusätzlich zur Verfügung steht. Für den Kontakt und die Aktivierung der Helfer werden persönliche Daten, die nach der Datenschutzgrundverordnung behandelt und ausschließlich für den Umgang mit dem Helferpool genutzt werden, erfasst. Um die Helfer gezielt einsetzen zu können, ist es wichtig, ihre Kompetenzen zu kennen. Diese werden bei der Erst-Registrierung mit erfasst. Ebenso wichtig ist die Erfassung der verfügbaren technischen Ausrüstung z. B. von Unternehmen, aber auch Privatpersonen. Dies kann dann bei Bedarf schnell zusätzlich zur Verfügung gestellt werden.

Holger Hilfreich ist ein Beispiel für ein Helferprofil.

 ¹Bei der Verwendung des Begriffs Helfer werden sowohl Frauen als auch Männer einbezogen.